An einem stürmischen Sonntagabend im November kam ein Dutzend Interessierte in die Evangelische Stadtkirche Frauenfeld. Auf der Orgelempore haben wir uns versammelt, um dem Thema «Tod und Ewigkeit» in der Orgelliteratur ein wenig nachzuspüren.

So konnte ich den Teilnehmern des Orgelstamms einige ganz konkrete Literaturbeispiele an die Hand geben, die für das Orgelspiel am Ewigkeitssonntag oder auch an Abdankungen in frage kommen.

Geleitet hatten mich bei der Frage nach der Literaturauswahl vor allem Texte von Chorälen – zunächst einmal springen zu diesem Thema vielleicht nur wenige ins Auge, aber wenn man die Choraltexte zu denen es Orgelbearbeitungen gibt, einmal genau durchliesst, vor allem auch die, die nicht mehr im Gesangbuch stehen, kann man entdecken, das Tod und Ewigkeit ein häufiges Thema sind.

Immer wieder haben wir gemeinsam Überlegungen zur Registrierung diskutiert, vor allem, wenn es darum ging, Werke aus der Romantik, wie z.B. von Johannes Brahms auf einer neobarocken Orgel wie in Frauenfeld darzustellen. Welche Tricks gibt es? Wie kann ich das Schwellwerk einsetzen, wie kann ich mittels Oktavierungen zu überraschenden Ergebnissen kommen?

Anschliessend an den musikalischen Teil wurden die Diskussionen im geselligen Rahmen in der Pizzeria fortgeführt.

Christoph Lowis

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